Homestory

Zuhause bei den Ighnaimats

Die Familie Ighnaimat, welche aus den altbekannten Lehrern, ihren Söhnen Frederik und Clemens, drei Katzen, Ronja, Milli und Sveni Sahnefüßchen, und zwei Kanarienvögeln, Rosie und Kamillia, besteht, wohnt friedlich, mit Ausnahme einiger zwischenkatzlicher Konflikte, am Stadtrand Varels in unmittelbarer Reichweite des Wasserturm.

Das gelbe Haus mit Porzellankatze auf dem Dach, welches euren Chefredakteuren, Geeske und Jelto, aufgrund Herrn Ighnaimats zahlreicher Erzählungen bereits bekannt war, wirkt einladend, auch wenn es sich hinter einer üppigen Hecke und einem großen Vorgarten nahezu versteckt. Gesamteindruck: irgendetwas zwischen Kleinstvilla und 50er-Chic.
Wir werden ohne zu klingeln hineingelassen, da ein Sohn des Hauses uns bereits auf der Einfahrt entdeckt hat, wir werden freundlich begrüßt, man hätte sich auf uns gefreut. Nachdem wir die Gelegenheit hatten, die sehr schicke, weiß gestrichene Holztreppe zu bestaunen, werden wir auch schon durch den zentralen Flur des Erdgeschosses an mehreren kleinen Räumen vorbeigeführt. Zu diesem Zeitpunkt ist uns noch unbekannt, dass sich unter diesen das geteilte Büro und ein Badezimmer befinden. Am Ende des Flures angekommen, öffnet sich das sonst recht verschachtelte Haus zum Ess- und Wohnzimmer, welches außerdem die Küchenzeile beherbergt. Stahlträger und Sichtmauerwerk zeugen von im Namen der Geräumigkeit eingerissenen Wänden. Tatsächlich ist das Hauptzimmer des Hauses nicht nur geräumig, sondern auch äußerst geschmackvoll eingerichtet. Antike Möbel, zahlreiche Zimmerpflanzen, ein Holzofen sowie das Klavier in der Ecke verleihen dem Raum einen besonderen Charme.

Bevor wir eine Gelegenheit haben, das Haus weiter zu durchstöbern, werden wir auch schon an den reich mit Keksen und Früchten gedeckten Tisch auf einen Kaffee gebeten. Die wohl sonst komplett unverständliche Frage „Wie viele Bohnen?“ beantwortet euer Chefredakteur souverän mit „Drei bitte“, da er die gleiche Kaffeemaschine zuhause hat. Neben weiteren Details über das Haus erfahren wir aber auch spannende Details über die Ighnaimats.
Es begann mit einem Schüleraustausch aus Deutschland nach Kayseri in die Türkei, organisiert von Frau Becker (damals noch ohne Doppelnamen). Herr Ighnaimats Teilnahme war erwünscht, nicht etwa von seiner späteren Ehefrau, sondern von seinem Schulleiter, welcher fälschlicherweise dachte, Herr Ighnaimat könne Türkisch sprechen. Auf diesen ersten Urlaub folgte 2017 der gemeinsame Umzug nach Varel, im folgendem Jahr die Hochzeit. Zwischen Familiengeschichte und Details über das Haus bleibt aber auch noch genug Zeit für die Söhne der Familie, welche sie in erster Linie nutzen, um Stücke aus ihrer Klemmbausteinsammlung zu präsentieren, darunter verschiedene Modelle der Reihe Lego Star Wars und Panzer aus dem Hause BlueBrixx.
Neben dem Haus ist aber auch das, was sich außerhalb dessen befindet, erwähnenswert. Der Garten der Ighnaimats, welchen wir über die angebaute Terrasse und eine Treppe erreichen (welche notwendig ist, da die Straße bedeutend höher liegt als der Boden hinter dem Haus) wirkt belebt, neben den zu erwartenden festen Bestandteilen von Familiengärten, einem Grill, Beeten, einer Schaukel etc. fällt der Blick zunächst auf den Bauwagen mit angeschlossener Rutsche, welcher eine gewisse an Peter Lustig erinnernde Gemütlichkeit ausstrahlt. Der mit einem Sofa eingerichtete, mit Fenstern geradezu durchlöcherte Wagen, welcher der Familie als zweites Wohnzimmer dient, ist in jedem Fall sehr gemütlich, wirft aber auch Fragen auf. Der Kraftakt, der nötig gewesen sein muss, um diesen Wohnwagen in einen Garten zu befördern, der keinen ersichtlichen Eingang für diesen bietet, hat sich aber in jedem Fall ausgezahlt.
Eine letzte Überraschung hatte das Haus aber noch für uns bereit. Der obligatorische Toilettenbesuch entpuppte sich als Ausflug in ein aquatisches Wunderland. „Das haben die Vorgänger eingerichtet“; Fische und Seesterne soweit das Auge reicht, ein charmanter Kontrast zum restlichen Haus im Geist des Inneren eines Aquarium Seifenspenders der Firma „Frosch“.
Wir wollen uns für unseren netten Besuch bei der Familie Ighnaimat bedanken, die die Homestory erst möglich gemacht haben.
Eure Chefredakteure, Geeske und Jelto

Fotos: kaktus

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