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Der Kampffisch - mehr als nur Deko
von Daria Tiebe
Vielleicht habt ihr ja schon mal was von dem Kampffisch gehört. Hier erfahrt ihr, woher er eigentlich kommt, wie er hierher transportiert wird (unter welchen schrecklichen Verhältnissen), warum er den Namen trägt, ob man ihm Tricks beibringen kann und was er frisst. Wenn ihr also ein Fan von wunderschönen Fischen, ihrer Herkunft und ein bisschen mehr seid, wird dieser Artikel perfekt zu euch passen.
Fangen wir einfach mal damit an woher er kommt und wie er hierher transportiert wird: Der Kampffisch kommt ursprünglich aus Südostasien, Thailand, Kambodscha und Vietnam. Dort findet man ihn hauptsächlich in flachen, langsam fließenden Gewässern, z.B. in Reisfeldern und Sümpfen. Zudem bevorzugen sie es, wenn ihre Gewässer wärmer sind. Der Transport ist wirklich problematisch, denn meistens kommen die Fische, die wir aus dem Laden kennen, aus großen Zuchten. Dort befindet sich fast jeder Fisch dicht an dicht aneinander, meist in viel zu engen Glasflaschen. Für diese eigentlich so territorialen Fische müsste es einen Sichtschutz geben. Jetzt fragt man sich bestimmt, warum das so gemacht wird. Müssen diese Fische unter solchen Bedingungen hierher transportiert werden? Ganz einfach, weil es nun mal günstiger ist und es den Menschen relativ egal ist, wie es den Fischen und ihren Bedürfnissen geht.
Man könnte denken, dass der Fisch seinen Namen bekommen hat, da er kämpft, doch das ist nur teilweise richtig. Dies tun sie sich nur mit Fischen, die in ihr Territorium eindringen, denn sie sind Einzelgänger und sehr territorial. Die einzige Ausnahme ist, wenn Paarungszeit ist und dann auch nur für eine kurze Zeit. Denn nachdem das Weibchen die Eier ablegt (und zwar ins Wasser), sammelt das Männchen diese aus dem Wasser mit dem Mund auf, um dann die Eier in dem von ihm selbst gebauten Nest abzulegen. Nachdem das Weibchen fertig ist, entfernt es sich wieder aus dem Territorium des Männchen, um ihn sozusagen zu einen alleinerziehenden Vater zu machen. Nun ist also das Männchen mit der großen Aufgabe ausgestattet, für die nächste Woche auf die Babys aufzupassen. Die Kampffischlarven schlüpfen nach etwa zwei bis drei Tagen, danach beschützt der Vater sie noch so lange, bis sie selbstständig sind. Danach müssen sie sich ein eigenes neues Territorium suchen.
Man kann diesen Fischen sogar Tricks beibringen. Sie sind lernfähig, wenn man ein bisschen Futter (am besten das Lieblingsfutter) und die entsprechende Geduld aufbringt. Man kann ihnen z.B. beibringen, durch einen Ring zu springen (am besten wäre es wen der Ring in etwa 10cm weite hat, da es sonst auch zu Unfällen kommen kann.)
Foto: Blend Hell auf unsplash.com
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