Wissenswertes

Das Bermudadreieck – Mythen und Erklärungsversuche

Das Bermudadreieck birgt bis heute Stoff für Legenden. Ungefähr 50 Schiffe und 20 Flugzeuge sind bis heute dort verschwunden. Einige glauben, dass dort übernatürliche Kräfte oder Monster ihr Unwesen treiben, wobei Wissenschaftler eher Erklärungen im Zusammenhang mit elektromagnetischen Störungen bieten. Ich liste hier mal die Fakten auf für dich:

Lage: Es liegt nördlich der Karibik etwa zwischen Süd-Florida, Puerto Rico und Bermuda.

Fakten: Forscher vermuten, dass elektromagnetische Strahlung ein Grund für die rätselhaften Vorgänge im Bermuda-Dreieck sein könnte. Denn obwohl diese sich überall auf der Welt findet, ist sie an zwei Orten außergewöhnlich stark: in der Japanischen Teufelssee und eben im Bermuda-Dreieck. Doch wie lässt es sich erklären, dass Menschen, Flugzeuge und Schiffe im Bermuda-Dreieck einfach spurlos verschwinden und nicht einmal Wrackteile gefunden werden? Meeresbiologen führen dieses Phänomen auf so genannte Methangas-Taschen am Grund des Ozeans zurück. Dort ist das Gas in unzählige Eiskügelchen gepackt. Durch tektonische Bewegungen am Meeresboden können diese Eiskugeln zerplatzen. In der Folge steigt eine große Menge Gasblasen an die Oberfläche. Dies bewirkt eine extreme Verringerung der Wasserdichte: Schiffe verlieren ihren Auftrieb und sinken zum Meeresboden.  Denn wie kann es dazu kommen, dass ganze Besatzungen verschwinden, während ihre Schiffe intakt bleiben? Auch darauf haben Meeresforscher eine Antwort parat: Im Bermuda-Dreieck lassen heftige Windböen Wellen von riesigen Ausmaßen entstehen. Diese reißen Schiffe jedoch nicht unbedingt in die Tiefe. Leichtere Boote können auf den Wellenkämmen regelrecht „surfen“. Sie bleiben unbeschadet, während die Menschen an Bord von der Wucht der Welle ins Meer geschleudert werden.

Mythen: Lange bevor der Mythos vom Bermuda-Dreieck populär wurde, galt Bermuda bereits als verwunschene Insel. Frühe Seefahrer nannten sie „Teufelsinseln“, erschrocken vom Ruf der Karow-Vögel und dem Quieken der Wildschweine, die man bis ans Ufer hören konnte. Doch die wohl schaurigsten Geschichten erzählten Seeleute, die den Schiffbruch an Bermudas tückischen Riffen fürchteten. Der mystische Ruf der Insel wurde vielleicht in Shakespeares „ Der Sturm“ verewigt, einer Geschichte von Schiffbruch und Zauberei auf den „noch immer geplagten Bermudas“. Der Ursprung des Mythos vom Seedreieck reicht bis zu Kolumbus zurück, der in seinem Logbuch einen defekten Kompass, seltsame Lichter und eine ins Meer gehende Flammenexplosion vermerkte. Kolumbus und andere Seeleute nach ihm stießen auch auf ein beängstigendes Meeresgebiet, das heute als Sargassosee bekannt ist. Alte Erzählungen berichten von Segelbooten, die für immer in einer windstillen Wasserfläche strandeten, umgeben von Seetang und den Überresten anderer unglücklicher Schiffe. Zwar wurden in der Sargassosee – einem Meeresgebiet zwischen Bermuda und der Karibik – tatsächlich Relikte gefunden, doch ist die todsichere Stille des Wassers höchstwahrscheinlich eher auf kreisförmige Meeresströmungen im Nordatlantik als auf paranormale Aktivitäten zurückzuführen.

Foto: Charlie Hales auf unsplash.com

Weitere Artikel der aktuellen Ausgabe findet ihr hier:

Junior

Schule

Panorama

Sport

58